Ja zur City Bahn in Wiesbaden – warum wir unterstützen

  • 29.09.2020
  • Aktuelles, Jugend

Am 1. November 2020 entscheiden die Wiesbadener, ob sie eine Citybahn in ihrer Stadt wollen oder nicht. Auch wir als IG Metall – insbesondere der Ortsjugendausschuss – haben uns mit dem Thema auseinandergesetzt und stimmen dem Bau einer Citybahn zu. Die IG Metall Jugend Wiesbaden-Limburg ist zu diesem Zweck dem Jugendbündnis Citybahn beigetreten.

Citybahn Wiesbaden und Region muss kommen!

Seit geraumer Zeit wird in Wiesbaden über ein mögliches überregionales Straßenbahnnetzwerk diskutiert. Der „Bürgerentscheid“ findet am 1. November 2020 statt.

Die IG Metall spricht sich grundsätzlich für eine aktive Gestaltung der Energie- und Mobilitätswende aus. Dabei sollen nicht nur lokale Anliegen aktiv begleitet, sondern auch die Industrie ökologisch umgebaut werden. Eine mögliche Maßnahme kann es sein, Verbrennungsmotoren, die auf fossile Brennstoffe setzen, durch elektrische zu ersetzen bzw. durch Wasserstoff. Dies passiert bereits in Teilen der Republik, auch in Wiesbaden, z.B. bei den städtische Bussen. Eine andere Variante ist es, Busse durch Schienenverkehr zu ersetzen, welcher auf denselben oder neu zu schaffenden Strecken verläuft.

Argumente Pro Citybahn:     
- In eine Straßenbahn mit zwei Waggons passen 440 Personen. Das entspricht 6 ½ Bussen. Der innenstädtische PKW-Verkehr würde sich deutlich reduzieren.    
- Bessere Anbindung der Pendlerregion Rheingau in die Städte Wiesbaden und Mainz.    
- Begrünung von Gleisabschnitten, die zuvor noch asphaltierter Teil der PKW-Straße war, ist möglich.    
- Diversifizierung des ÖPNV: Eine Abstimmung von Citybahn mit regionalem ÖPNV (S-Bahn, etc.) und innerstädtischen Buslinien erhöht das Mobilitätsangebot der Bürgerinnen und Bürgern insgesamt.    

„Trotz der Bedenken, die sich bei einem solchen Großprojekt immer ergeben, ist der Bau einer eines Bahnnetzes für die Region Rheingau-Taunus, Wiesbaden und Mainz eine vielversprechende Initiative“, sagt Axel Gerntke.

Die täglichen Pendlerströme sind zu diesem Zeitpunkt noch zu bewältigen. Der Blick in die Vergangenheit und eine vorsichtige Prognose dürfen jedoch nahelegen, dass eine veränderte Situation auf die Stadt zu kommt; insbesondere mit weiteren Wohngebieten, sodass man sich in irgendeiner Form mit dem Thema beschäftigen muss. Allen Rufen zum Trotz, fehlt es bisher an einer Alternative zur Citybahn, um die noch kommenden Verkehrsströme zu lenken.